Mr. Ollivander
In der Winkelgasse gibt es einen Laden für Zauberstäbe, die wichtigste Gerätschaft einer jeden Hexe, eines jeden Zauberers: »Ollivander - Gute Zauberstäbe seit 382 v. Chr.«
Mr. Ollivander, ein alter Mann mit großen, blassen Augen, die wie zwei Monde leuchten, erinnert sich an jeden Zauberstab, den er je verkauft hat. Harry erfährt, dass seine Mutter einen Weidenholzstab hatte, zehneinhalb Zoll lang, dass sein Vater einen elfzölligen Mahagonistab benutzte, dass Hagrid vor seinem Rauswurf aus Hogwarts einst einen Eichenstab mit sechzehn Zoll besessen hatte – aber auch, dass der Zauberstab Voldemorts dreizehneinhalb Zoll lang war.
Zauberstäbe sucht man nicht aus. Es ist der Stab, der seinen Besitzer wählt. So hat Harry keine Wahl, als sich ein elfzölliger Stab aus Stechpalme mit einer eingelassenen Phönixfeder als sein Zauberstab herausstellt.
Hätte er wählen können, so hätte er wohl für sieben Galleonen einen anderen genommen, als ausgerechnet den Zwilling des Zauberstabs von Voldemort: Die Schwanzfedern beider Stäbe stammten vom gleichen Vogel, von Fawkes!
In der vierten Folge treffen wir Mr. Ollivander wieder. Vor Beginn des Trimagischen Turniers in Hogwarts prüft er den Zustand der Zauberstäbe aller vier Champions.
Am Anfang des sechsten Romans erfahren wir schließlich im Zuge der unerfreulichen Begebenheiten nach der offenen Rückkehr der Todesser, dass das Geschäft Ollivanders leer vorgefunden worden sei. Ob der Hersteller von Zauberstäben freiwillig gegangen ist oder gekidnappt wurde, das bleibt zunächst ungewiss.
Erst im siebten Band wird das Schicksal des Zauberstabfabrikanten erklärt. Voldemort hat ihn entführt und foltert den Mann im Keller der Malfoys, um mit seiner Hilfe den Bann der Zauberstäbe zu durchbrechen, der bei jeder Begegnung das Leben Harrys bewahrt hatte. Auch den Kollegen Ollivanders, Gregorowitsch, verschont Voldemort nicht.