Information zu den Büchern, Personen, Orten, Bezeichnungen und Zauberformeln der Harry Potter Serie

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Harry Potter und der Halbblutprinz

Nach der unüberseh- und unleugenbaren Rückkehr Voldemorts im fünften Band knüpft Rowling ohne Überraschungen an die bisherige Handlung an. Der Zaubereiminister wird wegen seiner Versäumnisse von Rufus Scrimgeour abgelöst, Lucius Malfoy und weitere Gefährten des Dunklen Lords sitzen im Gefängnis von Askaban ein, doch Voldemort und die verbleibenden Todesser verbreiten Angst und Schrecken nicht nur in der Zaubererwelt, sondern auch unter den Muggeln. Mysteriöse Unglücks- und Todesfälle sind an der Tagesordnung, der neue Leiter des Zaubereiministeriums, Rufus Scrimgeour, sieht sich gezwungen, den britischen Premier zu unterrichten.
Der Besuch Scrimgeours in der Downing Street No. 10, mit dem das erste Kapitel einsetzt, ist ein ungewohnter Aufmacher. Die Leser waren aus den Vorgängerbänden gewohnt, zunächst Harry im Hause von Onkel und Tante vorzufinden.

Doch nach dieser Abweichung vom Üblichen geht das Leben rasch wieder seine geordneten Bahnen: Der Direktor von Hogwarts, Albus Dumbledore, holt Harry persönlich bei den Dursleys ab, um ihn zu Rons Familie in den Fuchsbau zu begleiten. Von dort aus reisen die Freunde ein weiteres Mal mit dem Hogwarts Express nach Hogsmeade. Auch das Leben an der Zaubererschule unterscheidet sich nicht wesentlich von früheren Jahren: Harry reibt sich an Draco Malfoy und Professor Snape, der in diesem Jahr das Lehrfach der Verteidigung gegen die Dunklen Künste übernommen hat. Harrys Widersacher Malfoy plant offenbar Übles, doch Harry gelingt es nicht, die dunklen Pläne aufzudecken.

Als Neuerung kommt hinzu, dass Harry Potter in seinem sechsten Schuljahr zum Kapitän der Quidditchmannschaft von Gryffindor ernannt wird. Außerdem erhält der Junge »Privatstunden« von Professor Dumbledore, in denen er alles erfährt, was der Schulleiter über Lord Voldemort herausfinden hatte können.
Ebenfalls erstaunlich sind Qualitäten Harrys, die er im Fach Zaubertränke an den Tag legt. Dies liegt jedoch nicht etwa am Lehrerwechsel, sondern an Harrys gebrauchtem Schulbuch, in dem ein gewisser »Halbblutprinz« seine Notizen hinterlassen hatte, mit Hilfe derer Harry auf einmal zum Vorzeigeschüler wird in einem Fach, das ihm bisher nicht besonders lag.

Der normale Ablauf des Schulbetriebs wird gestört durch zwei gravierende Zwischenfälle. Die Schülerin Katie Bell kommt durch zunächst ungeklärte Umstände in den Besitz einer verzauberten Halskette, die das Mädchen fast tötet. Und im Büro Professor Slughorns, der von Snape das Fach Zaubertränke übernahm, wird Ron um ein Haar Opfer vergifteten Mets. Seinem Freund Harry hat er das Leben zu verdanken, der sich gerade noch rechtzeitig – und dank der Notizen des Halbblutprinzen – an ein Gegengift erinnert.

Richtig spannend wird es jedoch erst gegen Ende des Romans. Dumbledore und Harry finden heraus, dass Voldemort nur deshalb unsterblich ist, weil er Teile seiner Seele auf wahrscheinlich sechs verschiedene Zaubergegenstände verteilt hat, die sogenannten Horkruxe. Eines dieser Seelengefäße war das Tagebuch des Tom Riddle gewesen, das Harry bereits im zweiten Band zerstören konnte, ohne damals zu ahnen, worum es sich handelte. Ein weiterer Horkrux war ein uralter Ring aus dem Familienbesitz der Slytherins, den Dumbledore an sich bringen und entschärfen konnte.
Es bleiben also noch vier weitere Horkruxe übrig, denn zumindest ein Siebtel seiner Seele muss Voldemort noch mit sich selbst herumtragen.

Auf der Jagd nach einem der Seelengefäße kämpft Harry Potter an der Seite seines Mentors gegen schauderhafte Wesen, den beiden gelingt es trotzdem, den Aufbewahrungsort eines dritten Horkrux zu erreichen. Doch der Gegenstand ist bereits verschwunden!
Zu allem Überfluss erleidet Dumbledore bei diesem Abenteuer so starken Schaden, dass er bei der Rückkehr nach Hogwarts kaum mehr in der Lage ist, aufrecht zu stehen. Doch genau an diesem Abend hat Draco Malfoy es geschafft, einen Teil seiner Pläne zu verwirklichen und Todesser in die Schule einzuschleusen.

Während in der Schule ein erbittertes Gefecht zwischen Todessern, Wächtern des Ordens des Phönix, Lehrern und einigen Schülern stattfindet, entwaffnet Malfoy den geschwächten Schulleiter hoch oben an den Zinnen des Astronomieturmes. Harry selbst – nach einem Zauberspruch zur Bewegungslosigkeit verdammt – muss tatenlos zusehen, wie Malfoy Dumbledore seinen gesamten Plan enthüllt und den Schulleiter umzubringen droht. Diese Drohung in die Tat umzusetzen, dazu fehlt dem frisch gebackenen Todesser Draco jedoch der Mut.

Doch zusammen mit den fliehenden Eindringlingen verlässt just in diesem Moment auch Professor Snape das Schloss und tötet ohne jede Gnade zum Entsetzen des versteinerten Harry den wehrlosen Dumbledore. Nach dem Tod seines Vorbildes erwacht Harry aus der Starre und setzt dem Mörder nach. Doch obwohl er Snape einholt, gelingt es dem entlarvten Todesser, jede der Zauberformeln Harrys abzuwehren. Er verhöhnt Potter und prahlt damit, er selbst sei der Halbblutprinz, dem Harry all sein frisch erworbenes Wissen zu verdanken habe.

Snape und Malfoy gelingt die Flucht. Voldemorts Truppen lassen Hogwarts in Angst, Schrecken und Trauer zurück. Wie es weitergehen wird, ob Hogwarts geschlossen werden oder bestehen bleiben soll, steht in den Sternen.

Nach dem Begräbnis Dumbledores eröffnet Harry seinen Freunden Ron und Hermine, dass er im nächsten Jahr auf keinen Fall an die Schule zurückkehren wolle. Seine Aufgabe liege nun in der Suche nach den verbleibenden Seelenstückchen Voldemorts und dem letzten Kampf mit dem Bösesten aller Bösen. Wenn er auf dem steinigen Wege bis dorthin auch noch den Verräter Snape erledigen könne, um so besser.

Ausblick: Zwei der noch gesuchten Horkruxe sind sehr wahrscheinlich der Becher Helga Hufflepuffs und das Medaillon Salazar Slytherins. Ein weiteres mögliches Seelengefäß könnte die Schlange Nagini sein. Die Identität des vierten bleibt ein Rätsel. — Wird es Harry im siebten Band gelingen, alle verbleibenden Horkruxe zu entschärfen und Voldemort zu vernichten?

Ein Blick zur Seite

Die Autorin würzt ihren sechsten Roman kräftig mit Liebesgeschichten. So wird deutlich, dass Ron und Hermine zwar für einander bestimmt zu sein scheinen, jedoch ihre Erfahrungen bei anderen suchen. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit knutscht Ron mit Lavender Brown, und Hermine revanchiert sich mit einer Liäson mit Cormac McLaggen. Auch Harry Potter wird umworben und bleibt nicht ungeküsst, als er nach langem Hin und Her in Rons Schwester Ginny seine neue Partnerin findet. Letztlich tritt auch ein, was viele Leser längst vermutet haben: Ron und Hermine werden ein Paar.

Darüber hinaus erfahren wir, dass Bill Weasley sich mit Fleur Delacour verlobt hat und die lustige Nymphadora Tonks unsterblich in Remus Lupin verliebt ist. Auch Draco Malfoy hat sich eine Freundin angelacht: Pansy Parkinson, das Mädchen mit dem Bulldoggengesicht.

Doch den Großteil des Romans verwendet Rowling dazu, all die losen Enden zu verknüpfen, die die Vorgängerbände offen gelassen hatten. Die Leserschaft erfährt nun endlich alles über den Werdegang von Tom Riddle junior, alias Lord Voldemort. Wir lernen seine Mutter, seinen Onkel, seinen Großvater kennen und durchblicken schließlich die etwas verworrene Geschichte, die sich einst in der Ortschaft Little Hangleton um seine Hexenmutter und seinen Muggel-Vater abspielte, der den gleichen Namen wie er selbst trug.

All diese historischen Details verpackt die Autorin in häufige Besuche in der Vergangenheit der Erinnerungen verschiedener Personen, die im Denkarium Professor Dumbledores ihre Auftritte haben.

Hintergrund

Der sechste Band scheint alles in allem ein Zugeständnis der Autorin an Sachzwänge und Vorlieben der Leser im Teenageralter zu sein. Um einen passablen Abschluss der Serie im siebten Band vorzubereiten, muss Rowling all die Ungereimtheiten erklären, die in den Bänden eins bis fünf entstanden. Die Geschehnisse der Vergangenheit beginnen nun in der Tat, sich wie Puzzlestückchen nahtlos aneinander zu fügen. Auch der Tod Dumbledores ist folgerichtig, da nur auf diese Weise Harry Potter letztlich zum wahren Helden der Geschichte werden wird können.

Ein bisschen schwach mutet der Versuch an, die lahmen ersten zwei Drittel des Romans mit Liebeshändel aufzupeppen. Aber wir echten Potterfans werden Frau Rowling diese Entgleisung sicher verzeihen.
Schließlich sind durchaus auch Highlights in der Geschichte aufzuspüren. Die Beerdigung Dumbledores etwa ist zweifelsohne bestens geeignet, den Zorn der christlichen Kirchen heraufzubeschwören — eine unserer Lieblingsszenen, auch wenn sie vor Schmalz nur so trieft!

Eine Bitte zum Schluss

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